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Wasseraktivitäten

Meersbewohner

WALE (Tahitianischer Name: Tohora)

Protection des especes sous marines

Die ewige Wanderung

Jedes Jahr von Juli bis November wandern Buckelwale (Megaptera novaeangliae) aus den eisigen Gewässern der Antarktis, wo sie sich ernähren, zu den warmen Gewässern der Küste von Tahiti und ihren Inseln. Da sie hier vor ihren Feinden geschützt sind, ist es der ideale Ort, um sich zu paaren und zu gebären. Die ausgewachsenen Wale sind zwischen 15 bis 18 Meter lang. Sie sehen sehr anmutig aus, während sie ihre riesigen Brustflossen unter Wasser bewegen. Die Kälber messen etwa 4,50 Meter bei der Geburt. Sie können bis zu 100 Kilogramm pro Tag während der ersten Lebenswoche zulegen, denn Walmilch besitzt den höchsten Fettgehalt des Tierreichs. Seit Mai 2002 gilt Französisch-Polynesien als Zetazeen(Wal)- Schutzgebiet, das alle Wale schützt. Walbeobachtungen sind mit strengen lokalen Vorschriften verbunden.

Wo kann man Wale beobachten?

Obwohl sie um jede Insel beobachtet werden können, bietet Rurutu eine besonders gute Lage, um ihnen zu begegnen. Sie sollten einen erfahrenen Führer haben, der eine offizielle Genehmigung der Regierung besitzt. Er hilft Ihnen, den Giganten des Ozeans zu begegnen.

Wie kann man sie betrachten?

Blasen sind ein Zeichen von Aggressivität für die Meeressäuger. Tauchen ist daher nicht der beste Weg, um sie zu treffen. Am wahrscheinlichsten haben Sie diese einmalige Begegnung nur mit Ihrer Schnorchelausrüstung. Für Ihre und die Sicherheit der Wale folgen Sie dazu immer den Anweisungen Ihres Führers.

DELFINE (Tahitianischer Name: Ou'a)

 

Protection des especes sous marines

Durch das Zetazeen-Schutzgebiet sind auch die dutzend Delfinarten von Französisch-Polynesien geschützt. Sie sind das ganze Jahr anwesend und um jede Insel zu sehen. Delfine haben ein sehr ähnliches Verhalten wie Menschen. Sie gebären und säugen ihre Kälber und atmen Luft. Ihre Kommunikationsfähigkeiten sind sehr anspruchsvoll. Es besteht kein Zweifel, dass Sie einigen von ihnen während Ihres Aufenthalts auf Tahiti und ihren Inseln begegnen. Die drei wichtigsten Arten sind, abhängig von den Gegenden, meist leicht zu beobachten: Tümmler (Tursiops truncatus), Ostpazifischer Delfin (Stenella longirostris) und Rauzahndelfine (Steno bredanensis).

 

HAIE (Tahitianischer Name: Ma’o)

Protection des especes sous marines

Von den 350 weltweit bekannten  Arten, können 19 von ihnen in den Gewässern von Französisch-Polynesien beobachtet werden. Es ist ein perfekter Ort für jeden Taucher, um sie zu treffen. Es ist auch der ideale Ort, um ihr irreführendes, negatives Bild in der Öffentlichkeit zu entmystifizieren. Die am häufigsten auftretenden Arten auf Tahiti und ihren Inseln sind die berühmten Schwarzspitzenhaie (Carcharhinus melanopterus - Tahitianischer Name: mao mauri), Grauhaie (Carcharhinus amblyrhynchos - Tahitianischer Name: Raira), Zitronenhaie (Negaprion acutidens, Tahitianischer Name: Arava) und Hammerhaie (sphyrna lewini oder sphyrna mokarran - Tahitianischer Name: mao tuamata).

Die Mao und die antiken Polynesier

Seit der Antike bis heute sieht die westliche Welt Haie als blutrünstige Tiere. Dennoch lebten die alten Ma'ohi mit ihnen in Harmonie. Haie galten als Schutzsymbol, in dem der Geist der Familienvorfahren wiedergeboren wurde.

Wesentlich für das Ökosystem der Meere

Haie gehören an die Spitze der Nahrungskette und sind in der Regel entweder Raubtiere (Bevölkerungsregulierer) oder Aasfresser und Reiniger. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei der Regulierung und dem Gleichgewicht der Meeres-Ökosysteme. Vor geschätzten 400 Millionen Jahren haben sich diese Fische entwickelt und sich sehr gut an ihre Umgebung angepasst. Dafür, dass sie für Millionen von Jahren keine natürlichen Feinde hatten, ist die Zuchtrate langsam und ziemlich ineffizient. Je nach Art können Schwangerschaften eines Weibchens 4 bis 24 Monate dauern. Die Befruchtung findet nur alle paar Jahre statt.

Sind Haie gefährdet?

Überfischung, Umweltverschmutzung, sowie das Töten von Haien wegen ihrer Flossen stellen einige der vielen Bedrohungen für Haie dar. Nach wissenschaftlichen Daten wird angenommen, dass mehr als 150 Millionen Haie jedes Jahr getötet werden. Einige Arten sind bereits fast ausgestorben. Aus diesem Grund hat Französisch-Polynesien 2006 die Entscheidung getroffen, sie per Gesetz  zu schützen.

MEERESSCHILDKRÖTEN (Tahitianischer Name: Honu)

Protection des especes sous marines

Zwei Hauptschildkrötenarten leben in Französisch-Polynesien und sind leicht an einigen Tauchplätzen anzutreffen. Die Suppenschildkröte (Chelonia mydas) verdankt ihren Namen der Farbe seines Fleisches und Fettes. Das Weibchen erreicht die Geschlechtsreife mit 15 bis 20 Jahren. Sie kann 1,50 Meter messen und wiegt bis zu 200 Kilogramm. Die Jungtiere sind Fleischfresser und werden Pflanzenfresser, wenn sie erwachsen sind. Die Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) ist kleiner und misst nicht mehr als 90 Zentimeter (35 Zoll) bei einem Gewicht von 90 Kilogramm. Als Fleischfresser sind sie oft auf der Suche nach kleinen Schwämmen, die unter Felsen stecken. Sie bewegen sich mit Hilfe dieser Felsen und ihren Vorderbeinen. Obwohl sie Eier legen, haben sie einen langsamen Reproduktionszyklus und eine späte Geschlechtsreife. Durch den Verlust von Lebensraum dank menschlicher Einwirkung, gibt es immer weniger Ablagestellen, zudem sind sie Opfer von Treibnetzfischerei und der Jagd. Schildkröten sind nun weltweit vom Aussterben bedroht. Zahlreiche Sensibilisierungskampagnen werden in Tahiti und ihren Inseln gefördert, um ihre Erhaltung zu gewährleisten.

ROCHEN (Tahitianischer Name: fai)

Protection des especes sous marines

Die Zugehörigkeit zu den Plattenkiemern macht die Rochen zu nahen Verwandten der Haie. Sie tauchten erstmals vor etwa 150 Millionen Jahren auf. Wie die Haie haben sie ein Knorpelskelett. Doch sie sind ganz anders: Ihre übergroßen Brustflossen sind um ihren Kopf geschweißt und sorgen damit für Antrieb. Dies lässt sie aussehen wie Wasservögel. Wie ihre Vettern, haben sie zwei sexuelle Anlagen. Drei Arten von Rochen kann man leicht in Tahiti und ihren Inseln finden: Stachelrochen (Himantura fai - Tahitianischer Name: fai i'u), Adlerrochen (aétobaus narinar - Tahitianischer Name: faimanu) und Mantarochen (Manta birostris - Tahitianischer Name: fafapiti). Ein paar andere Manta-Arten können auch gesehen werden: Himantura sp. auf den Marquesas und Mobula tarapacana, eine Variante von Mantas, die in großen Binnengewässern lebt, um die Tuamotu-Inseln, Gambier-Inseln und Marquesas herum.

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