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Kultur

Tanz

Danses polynésiennes dont le tamure en Polynésie française
© tim-mckenna.com

Tahitianischer Tanz oder 'Ori Tahiti!

Im Vor-Europäischen-Polynesien, waren Tänze „zahlreich und vielfältig" (W. Ellis, 1831), aber sonst ist wenig über sie bekannt. Alles, was wir wissen ist, dass Männer und Frauen zusammen oder getrennt getanzt haben. Bestimmte Tänze wurden im Stehen durchgeführt, andere im Sitzen. Musiker haben die Tänze stets mit einer bestimmten Anzahl an Instrumenten wie der pahu (zweifellige Trommel) und der vivo (Nasenflöte) begleitet.

Tanz wurde, ähnlich wie das Tätowieren, mit Nacktheit und Unanständigkeit verbunden und daher von den Missionaren verboten. Bis 1950 gewann diese uralte Kunst nicht ihren Platz in den polynesischen Bräuchen zurück, wurde dann aber dank mündlicher Überlieferung und den schriftlichen Erinnerungen von Reisenden wiedergeboren.

 

Arten von Tanz

Der tahitianische Tanz zählt heute vier verschiedene Arten:

  • Der Otea: Ursprünglich muss dieser ein Militärtanz gewesen sein, der nur Männern vorbehalten war. Er ist zu der bekanntesten Art des tahitianischen Tanzes geworden. Seine Choreographie richtet sich an einem bestimmten Thema aus und die musikalische Begleitung ist mit Schlagzeug und rhythmischen Motiven, genannt pehe, unterlegt.
  • Der Aparima: Bei diesem Tanz erzählen die Hände des Tänzers eine Geschichte. Er kann entweder vava (stumm) sein oder aus Pantomimen bestehen, die in der Regel auf den Knien ausgeführt werden und von Schlagzeug oder Gesang, aparima himene, begleitet werden . Die Bewegungen passen zu dem Gesang, der von Streichinstrumenten begleitet wird.
  • Der Hivinau: Die Tänzer und Tänzerinnen befinden sich in einem Kreis und ein männlicher Solist stimmt einen Satz an, der vom Chor aufgenommen wird. Das Orchester besteht aus verschiedenen Trommeln und das Tempo wird von den Liedern der Tänzer bestimmt.
  • Der Pa’o’a: Dieser Tanz scheint aus den Bewegungen abgeleitet worden zu sein, die gemacht werden, um tapa (eine Art Pergament aus pflanzlichen Stoffen) herzustellen. Tänzer und Tänzerinnen gehen in einem Halbkreis in die Hocke. Ein männlicher Solist stimmt ein Thema an, auf welches der Chor antwortet. Ein Paar steht für einen kurzen Tanz im Halbkreis zu den Klängen der ‘hi’s und ‘ha’s auf.

Die anderen Inselgruppen wurden stark vom tahitianischen Tanz beeinflusst, aber sie haben einige ihrer eigenen Tänze wie den Vogeltanz der Marquesas, den kapa der Tuamotu-Inseln und den pe'i der Gambier-Inseln bewahrt.

 

Traditionelle Instrumente

Heutige Orchester verwenden Schlagzeug und Saiteninstrumente. Zum Schlagzeug gehören die  to'ere, die fa'alete, die pahu mit zwei Fellen und einem Stock, sowie die pahu tupa'i rima mit einem Fell, die mit den Händen gespielt wird. Die Saiteninstrumente bestehen aus der Ukulele und der Gitarre.
Andere Instrumente, die lange verschwunden waren, erlebten ein Comeback. Dazu gehören die ihara, eine geteilte Bambustrommel und die vivo, eine Nasenflöte.

 

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