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Kultur

Von Tahiti inspirierte Künstler

Eine Vielzahl von Autoren, Sängern, Künstlern, Poeten und Seglern – alle Liebhaber unserer Inseln – haben viel Zeit hier verbracht. Manche verstarben sogar auf Tahiti.

Sie sind Teil des polynesischen Kulturerbes und die meisten haben Spuren und Zeugnisse ihres Insellebens hinterlassen. Sie wurden von dem Charme der Inseln, der Gastfreundschaft und dem Lebensstil berührt. Auf ihre eigene Art und Weise haben sie alle dazu beigetragen, die Bekanntheit unserer Inseln weltweit zu verbreiten.

Herman Melville (1819-1891): Der amerikanische Autor und Abenteurer war der erste, der die Südsee für literarische Werke nutzte (Typee, 1846 und Omoo, 1847). Er verbrachte einige Monate in Tahiti, nachdem er 1841 hier an Bord eines australischen Walfangschiffs ankam, und blieb später noch einige Zeit auf Moorea.

Paul Gauguin (1848-1903): Der französische Maler lebte ab 1891 zunächst auf Tahiti und zog später nach Hiva Oa auf den Marquesas, wo er die letzten zwei Jahres seines Lebens verbrachte. Er erlebte einige Missgeschicke, während er in Tahiti bemüht war, der Zivilisation zu entfliehen. Er war nicht immer hoch angesehen bei den Polynesiern, besonders bei den Marquesern. Dennoch bleibt er einer der einflussreichsten Maler seines Jahrhunderts. Er ist auf dem Atuona-Friedhof in Hiva Oa begraben. Das Paul Gauguin Museum in Papeete (Tahiti) und das Paul Gauguin Kulturzentrum in Hiva Ao präsentieren das Leben des Außenseiters sowie einige Reproduktionen seiner Arbeiten.

Pierre Loti (1850-1923): Der französische Marineoffizier und Autor verfasste 1879 den Roman Rarahu, der auf unseren Inseln spielt. Sie können neben einer Statue, die 1931 für den Autor errichtet wurde, im „Bain Loti“ schwimmen.  

Robert Louis Stevenson (1850-1894): Der schottische Romanautor besuchte unsere Inseln mit seiner Yacht während seiner Pazifikreise 1888. Er schrieb „In der Südsee“ in 1891.

James Norman Hall (1887-1951): Der amerikanische Autor, der „Meuterei auf der Bounty“ und „Hurricane“ (später verfilmt) mit seinem Co-Autor Charles Nordhoff verfasste, machte Tahiti in den 1920ern zu seiner Heimat. Er starb 1951 und ist in Arue auf einem Hügel über seinem Haus neben seiner Frau Lala begraben, die 1985 starb.  Sie können sein Wohnhaus besuchen: Es wurde zu einem Museum, dem James Norman Hall House, umgewandelt und ist ein historisches Denkmal.

Rupert Brooke (1887-1915): Der englische Poet schrieb 1914 das berühmte Gedicht „Manea“ nach einem Besuch auf Tahiti. Dieses klassische Gedicht verschaffte Tahiti einen Platz in der modernen englischen Literatur.  

Alain Gerbault (1893-1941): Pilot, Held des Ersten Weltkriegs, Tennis-Champion und Segler (der erste Franzose, der mit dem Segelboot um die ganze Welt reiste). Er lebte 1932 für sechs Monate auf Bora Bora und kehrte 1940 zurück. Er war ein leidenschaftlicher Verteidiger Polynesiens und schrieb acht Bücher, in denen er den Kolonialismus und die Zerstörung des Inselparadieses verurteilte. 1941 starb Gerbault in Timor an Malaria. 1947 wurden seine Überreste zum Platz in Vaitape auf Bora Bora überführt, wo 1951 auch eine Gedenktafel für ihn errichtet wurde.     

Marlon Brando (1924-2004): Der amerikanische Schauspieler und Regisseur kaufte Tetiaroa, nachdem er die Dreharbeiten für „Meuterei auf der Bounty“ beendete. Er heiratete seine Kollegin, die Tahitianerin Tarita Teriipaia, mit der er bis 1972 für zehn Jahre zusammenlebte.

Bernard Moitessier (1925-1994): Der französische Segler und Autor lebte für zwölf Jahre auf Tahiti und den Tuamotus. Er zog auf das Atoll Ahe, wo er sich mit seiner Frau und seinem Sohn dem Anbau von Bio-Obst und -Gemüse widmete. Er war darüber hinaus ein großer Kritiker der Atomtests im Pazifik.

Jacques Brel (1929-1978): An Bord seiner Yacht zog der belgische Sänger, Songwriter und Schauspieler mit seiner Partnerin auf die Marquesas, nachdem er seine erfolgreiche Karriere beendet hatte. An Lungenkrebs erkrankt, lebte er noch für drei Jahre auf Hiva Oa. Mit seinem Privatflugzeug verschaffte er den Insulanern einige Hilfe. Er liegt auf dem Atuona-Friedhof begraben. Das kleine Jacques Brel Kulturzentrum auf Hiva Oa liefert einen Überblick über das Leben des Sängers auf den Marquesas. Sein Lied „Les Marquises“ beschreibt das einfache Leben und die Stärke der Einwohner des „Land of Men“.

Joe Dassin (1938-1980): Der in Amerika geborene französische Sänger und Songwriter starb auf Tahiti. Er lebte auf Taha’a, wo ihm eine luxuriöse Strandvilla zwischen Toretorea Point und Tiamahana gehörte (nur erreichbar mit einem Boot oder zu Fuß). Eine Gedenktafel des „La Retro“, einem Restaurant in Papeete, erinnert an seinen Tod am 20. August 1980 nach einer Herzattacke.

Alain Colas (1943-1978): Der französische Segler war der Erste, der mit einem Mehrrumpfboot einmal um die ganze Welt fuhr. Er verschwand auf dem Meer, als er 1978 bei dem Segelrennen „Route du Rhum“ die Azoren passiert hatte. Er lebte in den 1970ern auf Tahiti, wo er die Polynesierin Teura Krause traf, mit der er drei Kinder hatte. 

Bobby Holcomb (1947-1991): Der Poet, Sänger, Musiker, Tänzer und Maler zog es 1976 nach Huahine, wo er 14 Jahre später starb. Holcomb war stark in die Belebung der Maohi-Kultur involviert, an der sich auch andere Persönlichkeiten und Künstler (Henri Hiro, John Mairai, etc.) beteiligten, und ist einer der bekanntesten Künstler auf Tahiti und ihren Inseln. Er ist auf Huahine am Fuße des heiligen Berges Mou’a Tapu begraben.

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